30 Jahre Shelties of Silver-Shadow

 

Sheltiezucht seit 1980 
in den Farben blue-merle, tricolour und zobel-weiß.

Mein Bestreben ist es, standardgerechte gesunde Shelties 
mit eleganter Gesamterscheinung zu züchten, 
die ihren Besitzern viel Freude bereiten.

Meine Welpen werden im Wohnbereich geboren und in engem Kontakt
mit der Familie aufgezogen. Ab dem Zeitpunkt des Zufütterns
ziehen sie um in ein spezielles Welpenzimmer
mit Ausgang in einen überdachten Auslauf und in den Garten.
Die Sheltiekinder leben in direktem Kontakt mit den 
erwachsenen Tieren und lernen auch unsere beiden Katzen 
Pedro und May-Lynn (Heilige Birma) sowie unsere Whippets kennen.

Ich lege Wert darauf, auch nach Abgabe meiner
Welpen den Kontakt zu den neuen Besitzern nicht zu verlieren.

Besucher sind nach vorheriger Terminabsprache herzlich willkommen.

 

Empfehlenswerte Fachliteratur für Sheltiefreunde oder welche die es werden wollen:

Eva-Maria Krämer & Martina Feldhoff - Collie und Sheltie
Gerda Bodenberger - Ein Leben mit Collies, Shelties, Katz & Co. 
Dina von Hahn - Collie und Sheltie
Dr. Karin Riemann - Sheltie-Fibel  
www.sheltie-fibel.de
Mary Davis - Shetland Sheepdog 
M. Baker - Shetland Sheepdogs today
M. Norman - The New Shetland Sheepdog 
B. Pisano - Shetland Sheepdogs (Sheltie)
Maxwell Riddle - The New Complete Shetland Sheepdog
 

 

Sheltie News - Herausgeber Frau Martina Feldhoff
unabhängige, rassespezifische Zeitschrift für Sheltiefreunde, erscheint in den
Monaten März, Juni, September und Dezember
http://www.Sheltie-News.de

 

 

Der Sheltie (Shetland Sheepdog)

Herkunft
Ursprünglich kommt der Sheltie von den vor Schottland liegenden Shetland Inseln. Hier, wo auch die Shetland Ponys und die kleinwüchsigen Shetland Schafe zu Hause sind, hatte er die Aufgabe, die Schafherden zusammen- bzw. von Hof und Garten fernzuhalten.
Erst seit 1840 kennt man den kleinen Hund der Shetland Inseln näher. Anfang des 20. Jahrhunderts trat er von Schottland aus als Show- und Familienhund seinen Siegeszug in der ganzen Welt an. Um seine Hüteeigenschaften zu verbessern, wurden Collies mit eingekreuzt, daher auch die Ähnlichkeit mit dieser Rasse.

Verwendung
In unserer heutigen Zeit wird der Sheltie nur noch sehr selten zum Hüten genommen. Dennoch haben sich einige Liebhaber für den Sheltie extra Schafe oder Gänse zum Hüten angeschafft und hier beweist der Sheltie, dass er ein sehr gelehriger und intelligenter Hund ist. Es gibt sogar Shelties, die auf Grund ihres Körpergewichtes und ihrer Intelligenz zu Rettungs- und Lawinensuchhunden ausgebildet wurden und auch eingesetzt werden.
Immer populärer wird der Sheltie zur Zeit auf Agility-Wettbewerben. Laufen, Balancieren und Springen, das ist sein Metier. Hier kann er zeigen was in ihm steckt und die Erfolge auf diesen Wettbewerben geben ihm recht.
Der heutige Sheltie passt sich wunderbar der Familie an. Sheltiebesitzer schätzen an diesem Hund sein geradezu menschliches Einfühlungsvermögen. Wie ein Freund geht der Sheltie auf die seelische Verfassung seines Besitzers ein. Je nach Stimmung seines Besitzers ist er entweder ein verständnisvoller Gefährte, Spaßmacher oder lustiger Clown bis zum temperamentvollen Kameraden. Trotz seines Temperamentes ist der Sheltie imstande, geduldig zu warten, wenn sein Besitzer einmal nicht so gut zu Fuß ist.

Charakter/Wesen/Verhalten
In der älteren Literatur und auch im Standard wird der Sheltie als reserviert oder distanziert Fremden gegenüber bezeichnet. Das Wesen des heutigen Shelties hat sich diesbezüglich jedoch geändert. 90 % aller Shelties lassen sich heute auch problemlos von Fremden anfassen oder streicheln, wenn ihr Besitzer in der Nähe ist.

Farben
Shelties gibt es in folgenden Farbschlägen:

Zobelfarben - Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum satten Mahagoni, wobei die Schattierung kräftig getönt sein soll.  Wolfsfarbe und Grau sind unerwünscht.

Tricolour (dreifarbig - schwarz-braun-weiß)
Tiefschwarz am Körper, vorzugsweise mit lohfarbenen Abzeichen.

Blue-merle -      Klares silbriges Blau, mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung.  Satte lohfarbene Abzeichen werden bevorzugt, ihr Fehlen wird nicht bestraft.  Große schwarze Flächen, schiefergrauer oder rostfarbener Anflug, sowohl im Deckhaar, wie auch in der Unterwolle sind höchst unerwünscht.  Der Gesamteindruck muss von Blau geprägt sein.

schwarz-weiß    (ohne braune Abzeichen)
blue-merle ohne Tan (klares silbriges Blau, mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung. Ohne braune Abzeichen)

In der älteren Literatur findet man noch die Farbe Black and Tan (schwarz-braun, ohne weiße Abzeichen),
diese Farbe ist allerdings seit einigen Generationen aus der Zucht verschwunden.

Pflege
Die Pflege eines Shelties kann trotz seiner langen Behaarung als leicht angesehen werden. Sie erstreckt sich auf ein wöchentliches Bürsten und Kämmen. Lediglich die feinen Haare hinter den Ohren und an den Vorderläufen sollten öfters gekämmt werden, um ein Verfilzen zu verhindern. Ein zu häufiges Bürsten des ganzen Hundes würde lediglich dazu führen, dass man seine Unterwolle auskämmt und der Sheltie dadurch seinen natürlichen Schutz gegenüber der Umwelt verlieren würde.
Schlechtes Wetter stört den Sheltie in der Regel nicht. Ein täglicher Spaziergang mit dem Sheltie sollte sein Besitzer einplanen, um dem Hund die notwendige Bewegung zu verschaffen. Ein Sheltie wird niemals alleine im Garten spielen, er wartet lediglich vor der Tür auf sein Herrchen, das sich dann mit ihm beschäftigt. Diese Nähe zu seiner Bezugsperson sorgt auch dafür, dass ein Sheltie ebenfalls für eine Etagenwohnung geeignet ist. Eine konsequente Erziehung im Welpenalter ist jedoch notwendig, um aus einem Sheltie keinen Kläffer zu machen.

Mit zur Zeit ca. 600 Welpeneintragungen pro Jahr ins Zuchtbuch des Clubs für Britische Hütehunde kann man mit Stolz davon sprechen, dass es sich beim Sheltie noch nicht um einen Modehund, sondern um eine reine Liebhaberrasse handelt. Die durchschnittliche Wurfstärke einer Sheltiehündin liegt bei vier Welpen. Beim Kauf eines Shelties sollte man bedenken, dass die Lebenserwartung eines Shelties irgendwo zwischen 12 und 16 Jahren liegt. Eine lange Zeit, bei der man viel Freude an und mit seinem Sheltie haben kann.

(Quelle: Club für Britische Hütehunde)

 

Rassestandard des Shetland Sheepdog oder auch Sheltie

 

Allgemeine Erscheinung

Kleiner, langhaariger Arbeitshund von großer Schönheit, frei von Plumpheit und Grobheit.  Umrisslinie symmetrisch, so dass kein Teil unproportioniert erscheint.  Das üppige Haarkleid, die üppige Mähne und Halskrause und ein schön geformter Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild.
 

Charakteristika
Wachsam, sanft, intelligent, kräftig und lebhaft.

Wesen
Liebevoll und verständig gegenüber seinem Herrn, reserviert gegenüber Fremden, niemals nervös.

Kopf und Schädel

Kopf edel, von oben oder von der Seite gesehen wie ein langer stumpfer Keil, der sich von den Ohren zur Nase hin verjüngt.  Die Breite des Schädels steht im richtigen Verhältnis zur Länge von Schädel und Fang.  Das Ganze muss in Anbetracht der Größe des Hundes bewertet werden.  Schädel flach, mäßig breit zwischen den Ohren, ohne dass das Hinterhauptbein hervorragt. 
Wangen flach, glatt in den gut gerundeten Fang übergehend.  Schädel und Fang gleich lang, Teilungspunkt ist der innere Augenwinkel.  Oberlinie des Schädels verläuft parallel zur Oberlinie des Fangs, mit leichtem, aber deutlich erkennbarem Stop.  Nase, Lefzen und Lidränder schwarz.  Der charakteristische Ausdruck ergibt sich durch die vollkommene Harmonie in der Verbindung von Schädel und Vorgesicht, durch Form, Farbe und Platzierung der Augen und durch die richtig angesetzten und korrekt getragenen Ohren.

Gebiss

Kiefer ebenmäßig, glatt geschnitten, kräftig, mit gut entwickeltem Unterkiefer.  Lippen fest geschlossen.
Zähne
Zähne gesund mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.  Ein vollständiger Satz von 42 richtig platzierten Zähnen ist höchst wünschenswert.
Augen
Mittelgroß, schräg eingesetzt, mandelförmig.  Dunkelbraun, außer bei den Merles, wo ein oder beide Augen blau oder blau gesprenkelt sein dürfen.
Ohren
Klein und am Ansatz mäßig breit, auf dem Schädel ziemlich eng zusammenstehend.  Im Ruhezustand werden sie zurückgelegt getragen, im aufmerksamen Zustand werden sie nach vorne gebracht und halb aufrecht mit nach vorne kippenden Spitzen getragen.

Hals
Muskulös, gut gebogen, von ausreichender Länge um eine stolze Kopfhaltung zu ermöglichen.

Vorhand
Schultern sehr gut zurückliegend.  Am Widerrist nur durch die Wirbel getrennt, liegen die Schulterblätter dann schräg nach außen, um der gewünschten Wölbung der Rippen Platz zu bieten.  Schultergelenke gut gewinkelt.  Oberarm und Schulterblatt ungefähr gleich lang. Abstand vom Boden zu den Ellbogen gleich dem Abstand von Ellbogen zu Widerrist.  Vorderläufe von vom gesehen gerade, muskulös und ebenmäßig geformt, mit kräftigen Knochen.  Vordermittelfuß kräftig und geschmeidig.

Körper
Geringfügig länger vom Schultergelenk bis zu den Sitzbeinhöckern als die Widerristhöhe. Brust tief, bis zu den Ellbogen herabreichend.  Rippen gut gewölbt, in der unteren Hälfte schmal zusammenlaufend, um den Vorderbeinen und den Schultern eine freie Bewegung zu ermöglichen.  Rücken gerade, mit einer anmutigen Rundung über der Lendenpartie, Kruppe allmählich nach hinten abfallend.

Hinterhand
Schenkel breit und muskulös, Schenkelknochen im rechten Winkel im Becken eingesetzt.  Kniegelenk mit deutlicher Winkelung, Sprunggelenke gut geformt und gewinkelt, tiefstehend, mit kräftigen Knochen.  Hintermittelfuß von hinten gesehen gerade.

Pfoten
Oval, mit gut gepolsterten Sohlen, Zehen gewölbt und geschlossen.

Rute
Tief angesetzt.  Die zur Spitze hin dünner werdenden Wirbelknochen reichen bis zu den Sprunggelenken, reichlich mit Haar bedeckt und mit einem leichten Aufwärtsschwung.  Sie darf in der Bewegung erhoben werden, aber niemals über die Rückenlinie hinaus.  Auf keinen Fall geknickt.

Gangwerk / Bewegung
Geschmeidig, fließend und anmutig, mit Schub aus der Hinterhand, dabei größtmögliche Distanz bei geringster Anstrengung zurücklegend.  Passgang, kreuzende oder wiegende Gangart oder steife, stelzende Auf- und Abwärtsbewegung sind höchst unerwünscht.

Haarkleid
Doppelt, das äußere Deckhaar besteht aus langem, hartem und geradem Haar.  Unterwolle weich, kurz und dicht.  Mähne und Halskrause sehr üppig.  Vorderläufe gut befedert.  Hinterläufe oberhalb der Sprunggelenke stark, unterhalb ziemlich kurz/glatt behaart.  Das Gesicht kurz-/glatthaarig.  Kurzhaarige Exemplare sind höchst unerwünscht.

Farbe
Zobelfarben - Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum satten Mahagoni, wobei die Schattierung kräftig getönt sein soll.  Wolfsfarbe und Grau sind unerwünscht.

Hellgoldfarben

   Ch. Marklin Wild Tango - Ghillie

Dunkel-zobel-weiß

Ch. Manyana of Silver-Shadow – Manyana

Tricolour -        Tiefschwarz am Körper, vorzugsweise mit lohfarbenen Abzeichen.

 Ch. Rondo of Silver-Shadow - Rondo

Blue-merle -      Klares silbriges Blau, mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung.  Satte lohfarbene Abzeichen werden bevorzugt, ihr Fehlen wird nicht bestraft.  Große schwarze Flächen, schiefergrauer oder rostfarbener Anflug, sowohl im Deckhaar, wie auch in der Unterwolle sind höchst unerwünscht.  Der Gesamteindruck muss von Blau geprägt sein.

Foto: S. Stürzlmayer   Ch. Blue Hopes and Dreams of Silver-Shadow

Schwarz-weiß und Schwarz mit Loh sind ebenfalls anerkannte Farben.  Weiße Abzeichen dürfen (außer bei Schwarz mit Loh) als Blesse, am Halskragen, an der Brust, an der Halskrause, an den Läufen und an der Spitze der Rute vorhanden sein.  Das Vorhandensein all dieser oder einiger dieser weißen Abzeichen soll bevorzugt werden (außer bei Schwarz mit Loh); das Fehlen dieser Abzeichen soll nicht bestraft werden. 
Weiße Flecken am Körper sind höchst unerwünscht.

Größe
Ideale Widerristhöhe - Rüden 37 cm / Hündinnen 35,5 cm.
Eine Abweichung um mehr als 2,5 cm über oder unter diese Maße ist höchst unerwünscht.

Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

 

 

  

 

Die Geschichte der Silver-Shadow`s

In meiner Kindheit hatten wir einen Spitzmischling. Leider starb er nachdem wir vom Land in die Stadt zogen und er sich mit Staupe infiziert hatte. Es vergingen einige Jahre ohne Hund. Mein Wunsch war immer von klein auf einen Collie zu haben. Ich begann dafür zu sparen, um mir meinen Wunsch zu erfüllen. Zu meinem 17. Geburtstag bekam ich dann von meinen Eltern einen Gutschein für einen Colliewelpen. Sie hatten zwei Züchter ausfindig gemacht und von einem durfte ich dann einen Welpen bekommen. Ich entschied mich für eine tricolour Hündin, die ich auch einige Male mit mäßigem Erfolg ausstellte. Sie hatte immer Probleme mit der Blase und starb mit acht Jahren an einem chronischen Verschluss des Blasenschließmuskels. Es war so schlimm als diese Colliehündin uns verließ, so dass ich mir vornahm immer zwei oder drei Hunde gleichzeitig zu haben.

Auf der Suche nach einer Nachfolgerin für Julischka telefonierte ich mit allen bekannten Züchtern in Deutschland, die Blue-merles züchteten. Ich entschied mich dann für eine vier Monate alte blm Hündin aus dem Zwinger vom Onkenhof. Diese Hündin stellte ich erfolgreich aus. Sie gewann den Internationalen, Luxemburgischen und VDH-Championtitel. Ein Jahr nach Nadja kam dann Buffy (eine Old English Sheepdog Hündin aus dem Elbe-Urstromtal) dazu. Bei den Besuchen der Ausstellungen mit der Collie- und der Bobtailhündin fielen mir auch die Shelties ins Auge, so dass ich als dritten Hund dann meine erste Sheltiehündin bekam. Es war Quendy-Blue vom Zankwald, aus der Verbindung Kyleburn Quo Vadis x Greensands Go-Ahead, aus rein englischer Zucht. Quendy stammte aus einer Wiederholungspaarung, die vorher jeweils immer schöne und erfolgreiche Hunde brachte.

Einige Jahre später, nachdem wir dann ein eigenes Haus hatten, dachte ich darüber nach doch eventuell mit meinen erfolgreichen Hündinnen Welpen zu haben.

Meine Auswahl für einen passenden Zwingernamen sollte mein Faible für Blue-merles zum Ausdruck bringen, also entweder Blue oder Silver im Namen führen. Da ich zu dieser Zeit eine Vorliebe für Oldtimer hatte, fiel mir der Name des Modells „Silver-Shadow“ von Rolls Royce auf und dann entschied ich mich einfach dafür - etwas Edles / Besonderes /Außergewöhnliches !!

Der erste Wurf war ein OES-Wurf mit einem Welpen und der zweite war mein erster Sheltiewurf. Als Partner für Quendy wählte ich den Rüden Ch. Felthorn Sentinel, der in der Schweiz stand. Hieraus behielt ich einen am oberen Maß stehenden wunderschönen Rüden Blueberry of Silver-Shadow. Er war besonders erfolgreich und erzielte den Internationalen, Italienischen, Jugoslawischen und den VDH-Champion-Titel.

Einige Versuche mit der Colliehündin und der Bobtailhündin zu züchten, waren nicht besonders erfolgreich. Quendy dagegen brachte ihre Würfe vollkommen problemlos zur Welt und war immer eine vorzügliche Mutter. So blieb ich dann bei der Zucht von Shelties, obwohl ich über fast dreißig Jahre Collies besaß.

Für die folgende Verpaarung von Quendy wählte ich einen holländischen Championrüden, der Exford gezogen war. Daraus blieb Sweet Dream in Black of Silver-Shadow bei uns, ebenfalls mit mehreren Titeln ausgezeichnet. Aus dem dritten Wurf nach Ch. Willow Tarn Trident blieb dann die Hündin Ch. Blue Fabienne. Die Wiederholungsverpaarung brachte eine weitere sehr schöne blue-merle Hündin, Ch. Kerry-Blue of S.-Sh., die bei einem anderen Züchter zum Einsatz kam.

Züchterisch brachte Sweety keine weitere Nachzucht, mit der ich diese Linie fortsetzen konnte.

Fabienne bekam eine sehr schöne Tochter aus der Verbindung mit Terry von Locarnese (englische und schwedische Vorfahren) Oranja-Blue of Silver-Shadow, die Rekordhalterin mit 15 CACIB`s (Anwartschaften auf den Internationalen Championtitel) unter 15 verschiedenen Richtern in neun verschiedenen Ländern wurde.

Als dann einige Hündinnen vorhanden waren, suchte ich in England nach einem passenden Deckrüden, der mir bei meiner Zucht weiterhelfen sollte. Von Chris Mayhew konnte ich 1986 den Rüden Sandwick Boomerang erwerben, der hier auf dem Kontinent zu einem überaus erfolgreichen Rüden avancierte (bei Ausstellungen / mehrfacher Champion und auch in der Zucht). Er war vier Jahre lang der Rüde mit dem erfolgreichsten Nachwuchs in Deutschland und hat 20 Championkinder in Deutschland, Italien, Luxemburg, Tschechien und Ungarn. Neben den Showqualitäten, die er weitergab, vererbte er besonders sein liebes Wesen und auch Arbeitsbereitschaft. Dies ist Dank der sportlichen Aktivitäten der jeweiligen Besitzer zum Ausdruck gekommen. Züchter aus zehn verschiedenen Ländern kamen mit ihren Hündinnen zu Sam.

Aus Fabienne mit Ch. Sandwick Boomerang/Sam behielt ich dann die erfolgreiche Hündin Ch. Black Toffifee of Silver-Shadow, die mit einem Wurf nach Ch. Bermarks Upside Down/Schweden (Lythwood Skylight at Tegwel x Marklin Wild Gypsy at Tegwel) das erfolgreiche Geschwisterpaar mehrfacher Champion Rondo und Weltsiegerin Champion Rising Sun brachte. Sunny wurde in 1991 Weltsiegerin in Porto/Portugal und gewann 2001 in England 1 CC und 3 RCC`s.

Von Sunny behielt ich zwei Hündinnen aus der Verpaarung mit Shelridge Socrates – Xanthi (sable) und Xarifa (tricolour), die beide Champions wurden.

In 1989 importierte ich, ebenfalls von Chris Mayhew, den blue-merle Rüden Sandwick Silver Dollar, der auch Championnachkommen nach verschiedenen Hündinnen hatte. Sein erfolgreichster Sohn Ch. Xantos Black of Silver-Shadow, ist mehrfacher Champion und hat auch in England 1 CC, BoB und 2. in der Pastoral Group auf der Midland Counties Championshipshow gewonnen.

1990 kam dann der erste zobel-weisse Rüde Tegwel Wild One von Joan Stanley dazu, den ich zwar erfolgreich ausstellen konnte – er erreichte u. a. die Titel Deutscher Champion und VDH-Champion – aber leider konnte er nicht für die Zucht verwendet werden, weil wir hier in Deutschland nur HD-A bzw. HD-B Rüden einsetzen durften. Nichtsdestotrotz blieb Barney bei uns und war einfach nur ein lieber Familienhund.

Es folgte dann ein golden sable Rüde Marklin Wild Tango (Ch. Marklin Espree x Marklin Wanda), er wurde Internationaler und VDH-Champion, der einiges zur Zuchtverbesserung in Deutschland beitrug.

In 1994 hatte ich dann mit ihm und Black Toffifee meinen ersten sable Wurf. Aus diesem Wurf behielt ich mir die überaus erfolgreiche shaded sable Hündin Ch. Manyana. Von dieser Hündin blieb aus einem späteren Wurf nach Ch. Fantomas Black (Ch. Xantos-Black x Ch. Rising Sun), die tricolour Hündin Ch. Oleandra of S.-Sh.. Aus ihrem letzten Wurf nach Exbury Oberon behielt ich eine sable Hündin.

Weil Ch. Blue Wand`rin Star (Ch. Sandwick Boomerang x Ch. Oranja-Blue of S.-Sh.) bei zwei Würfen nur jeweils eine blue-merle Hündin brachte, hatte ich Bedenken, meine blue-merle Linie zu verlieren und importierte dann in 1999 die Ch. Felthorn Loveday von Barbara Thornley. Sie hatte nur vier Würfe, weil sie so große Abstände zwischen ihren Läufigkeiten hatte. Leider hat sich diese Linie nicht fortgesetzt.

Die zwei Einzelkinder von Scarlett – Ch. Quite a blue Lady (V.: Ch. Abuela Happy As Larry) und Ch. Virginia Blue of Silver-Shadow aus Ch. Black Iven von der Nieste setzten dann doch die fast verloren geglaubte blue-merle Linie erfolgreich fort. Mit Ch. Fata Morgana Blue of S.-Sh. / Momo, die eine Tochter von Virginia und Ch. Rondo ist, habe ich eine 5. Generation blue-merle Championhündinnen gezüchtet. Mit Quendy als Ausgangshündin sind es sogar sechs Generationen. Momo`s zwei Kinder Unesco Blue und Cadisha Blue sind die jüngsten erfolgreichen blue-merles aus dieser Linie (V.: Ch. Katiedale Ace of Spades).

Der berühmteste Sheltie, den ich gezüchtet habe, ist Ch. Blue Hopes and Dreams of S.-Shadow. Sie entstammt einer Verbindung aus Unique of S.-Sh. (Ch. Sandwick Silver Dollar x Be my joy of S.-Sh.) mit Ch. Harleqin di Selvaspina, der ein Enkel von Ch. Sandwick Boomerang ist. Sie gewann das CC und BoB auf der Crufts 2004. Innerhalb von drei Monaten erhielt sie 8 CC`s – alle mit BoB und erreichte dadurch den 2. Platz in der Pastoral Group im selben Jahr.

Sie ist nach wie vor der absolute Star bei uns und es erfreut mich immer noch und macht mich riesig stolz, dass ich eine solche Hündin gezüchtet habe, die im Mutterland der Rasse diese tollen Erfolge erzielen konnte.

Bis heute haben vier Silver-Shadow`s eine stud book number in England.

Seit 1993 bin ich Richter für die Britischen Hütehunde. Shelties habe ich bisher in Österreich, Schweden, Dänemark, Niederlande, Russland, Slowenien, England und natürlich in Deutschland gerichtet.

Innerhalb des Clubs für Britische Hütehunde war ich acht Jahre lang Rassebetreuer für die Shelties.

In Eigenregie habe ich in den Jahren 1992, 1998 und 2005 drei Sheltie-Handbücher herausgebracht.

Inzwischen habe ich 33 Champions in allen drei Farben gezüchtet und wichtige Titel wie Clubsieger, Bundessieger, Europasieger und Weltsieger mit einigen meiner Shelties erringen können.

Nach der Sheltie News Auswertung bin ich TOP-Züchter in Deutschland seit 1998.

Bei der Auswahl eines Welpen lege ich besonderen Wert auf eine korrekte  Gebäudekonstruktion, eine gute Halslänge, gute Rutenhaltung, schönen Ausdruck und liebes Wesen. Auf den Ausstellungen kann man den Silver-Shadow-Typ erkennen, was mich sehr stolz macht.

Im Hinblick auf unsere Zuchtvorschriften versuche ich Rüden einzusetzen, die eine einwandfreie Hüfte haben, CEA-frei und auch MDR1 getestet sind. Ich suche nach Rüden, die einen eleganten Typ verkörpern und linienmäßig zu meinen Hündinnen passen. Dabei hoffe ich auf das Quentchen Glück, das dazu gehört, den richtigen Welpen auszusuchen, um mit ihm die Zucht später fortzusetzen.

Natürlich freue ich mich auch sehr über die Shelties, die im Hundesport aktiv sind, sowie über diejenigen, die als geliebte Familienmitglieder und Wegbegleiter das Leben ihrer Zweibeiner bereichern.

Ursula Langer, Shelties “of Silver-Shadow”